So individuell wie Sie

Psychiatrische Behandlung

Im Rahmen eines Erstgesprächs, für das wir uns 60 Minuten Zeit nehmen, gehen wir mit Ihnen der Ursache Ihrer Beschwerden auf den Grund und stellen dann einen individuellen Therapieplan für Sie zusammen. Dabei wägen wir gemeinsam mit Ihnen ab, ob eine medikamentöse Behandlung oder eine Psychotherapie für Sie in Frage kommt. Gerne beziehen wir auch Angehörige ins Erstgespräch mit ein.

Uns liegt besonders die Psychoedukation am Herzen. Diese bedeutet, dass wir komplizierte medizinisch-wissenschaftliche Fakten zu Ihrer Erkrankung möglichst leicht verständlich erklären. Das Verstehen der eigenen Erkrankung ist eine wichtige Voraussetzung für den selbstverantwortlichen Umgang damit und ihre erfolgreiche Bewältigung.

Wir arbeiten zudem eng mit Sozialtherapeuten zusammen, die Sie bei Problemen im sozialen, finanziellen und beruflichen Bereich unterstützen.

Unsere Behandlungsschwerpunkte

 

Niedergeschlagen, antriebs- und interessenlos: Jeder von uns hat schon einmal Tage erlebt, an denen er sich so gefühlt hat. Die Welt ist dann einfach trist und grau. Treten diese Symptome ohne akute Belastungssituationen und über längere Zeit auf, spricht man von einer Depression. Betroffene schaffen es oft nicht mehr, alltägliche Dinge zu erledigen, weil alles sinnlos erscheint. Viele meiden Familie und Freunde, leiden unter Schlafstörungen und Appetitlosigkeit – und haben häufig auch lebensmüde Gedanken. Eine frühzeitige professionelle Behandlung ist deshalb besonders wichtig.

 

 

 

Niemand von uns ist frei von Angst. Und das ist auch gut so: Ängste retten uns immer wieder das Leben und führen uns sicher durch Gefahrensituationen. Wenn die Furcht aber übermächtig wird, sollte man sich professionelle Hilfe suchen. Eine unbehandelte Angststörung kann sich sonst verselbstständigen: Es kommt zur „Angst vor der Angst"; man meidet zunehmend Situationen, die die Angst auslösen können und zieht sich immer mehr aus dem Leben zurück. Die häufige Folge: massive Probleme in Partnerschaft, Familien- und Berufsleben. Generalisierte Angststörungen haben meist keinen konkreten Anlass. Die Patienten leiden unter einer permanenten Anspannung, die zu Schlafproblemen und Herzrasen führen kann. Soziale Angststörungen dagegen äußern sich meist als übermäßige Schüchternheit: Situationen, in denen sie die Aufmerksamkeit auf sich ziehen (bspw. Prüfungen), sind für die Betroffenen kaum zu ertragen. Die Folge ist Vermeidungsverhalten: Die Betroffenen setzen sich den angstbesetzten Situationen oder Orten nicht mehr aus, was zu einer Verstärkung der Angst führt und eine Bewältigung unmöglich macht. Ein Teufelskreis beginnt.

Unser Leben ist stetig im Wandel. Wir sind deshalb immer wieder gefragt, uns neu zu orientieren und uns an eine neue Lebenssituation anzupassen. Wenn das nach einem stark einschneidenden Erlebnis, beispielsweise dem Verlust einer nahestehenden Person, einer Scheidung, Mobbing oder dem Übertritt in den Ruhestand nicht mehr gelingt, spricht man von einer Anpassungs- oder Belastungsstörung. Depression, starke Ängste und Lustlosigkeit können die Folge sein. Die Betroffenen haben dann das Gefühl, dass sie ihren Alltag nicht mehr bewältigen können.

ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung) im Erwachsenenalter wird als Krankheitsbild häufig unterschätzt. Dabei sind etwa zwei Millionen Menschen in Deutschland betroffen, viele davon ohne es zu wissen. Nur wenige sind sich bewusst, dass Chaos, ständige Stimmungsschwankungen, Jähzorn, Impulsivität, Beziehungsunfähigkeit und auch Suchterkrankungen die Symptome einer ADHS-Erkrankung sein können. Die Krankheit kann gut behandelt werden, wenn sie erkannt wird. Bleibt sie unerkannt, kann sie sich wie ein roter Faden durch das gesamte Leben ziehen, auf alle Lebensbereiche einwirken, beträchtlichen Schaden hinterlassen und Beziehungen zerstören kann.

Unter Burnout versteht man eine ausgeprägte Erschöpfung durch anhaltenden Stress. Burnout nimmt in unserer heutigen Leistungsgesellschaft rapide zu. Er kann zu körperlichen und psychischen Erkrankungen führen, am häufigsten zu einer Erschöpfungsdepression.

Bei depressiven Patienten ab 65 Jahren spricht man von einer Altersdepression. Sie ist neben der Demenz die häufigste psychische Erkrankung im Alter. Während in der gesamten Bevölkerung durchschnittlich 5% an einer Depression erkrankt sind, liegt der Anteil im Alter bei etwa 20%.

Die Ursachen und Auslöser einer Altersdepression sind vielfältig. Die oft hohen emotionalen Anforderungen im Alter stellen ein großes Risiko für die Entwicklung einer Depression dar. Viele ältere Menschen erleben beispielsweise den Übergang zum Rentendasein bzw. den Auszug der Kinder als negatives Ereignis. Häufig kommen in dieser Zeit der Verlust des Partners oder enger Freunde, die Abnahme anregender sozialer Kontakte sowie eine nachlassende geistige und körperliche Leistungsfähigkeit bis hin zur Pflegebedürftigkeit als weitere Risikofaktoren hinzu.

Essen ist nicht nur Nahrung für den Körper, sondern auch für die Seele. Essen kann Genuss und Sinnlichkeit sein. Oder – bei einer Essstörung – genau das Gegenteil: Die Seele droht zu ‚verhungern‘, obwohl sich alle Gedanken nur noch ums Essen drehen. Das Selbstbild ist verzerrt, und Betroffene versuchen, einen inneren Druck über das Essverhalten zu regulieren. Die häufigsten Arten sind Magersucht (Anorexia nervosa) und Bulimie (Bulimia nervosa), die nicht nur die Seele, sondern auf Dauer auch den Körper schädigen.

Gedächtnisstörungen können eine Vielzahl von Ursachen haben. In den meisten Fällen sind die Auslöser eher harmlos. In manchen Fällen stecken jedoch auch körperliche oder seelische Erkrankungen hinter den Symptomen.

Es gibt nicht krankhafte Gedächtnisstörungen, die durch Stress, Schlafstörungen und Schlafmangel oder Bewegungsmangel ausgelöst werden können. Diese Störungen verschwinden wieder, wenn die Ursache behoben ist.

Gedächtnisstörungen können jedoch auch krankhaft bedingt sein und durch Demenz, Alzheimer, ein Schädel-Hirn-Trauma oder Alkoholkonsum ausgelöst werden. Diese Formen sind behandlungsbedürftig sind.

Demenz tritt überwiegend bei älteren Menschen auf. Es handelt sich um eine fortschreitende Gehirnerkrankung, die mit einem zunehmenden Verlust der geistigen Fähigkeiten einhergeht. Es gibt mehrere Formen der Demenz, denen verschiedene krankhafte Prozesse zugrunde liegen. Allen gemeinsam sind der Abbau und Verlust von Nervenzellen und deren Verbindungszellen (Synapsen) im Gehirn. Infolge der Erkrankung verschlechtern sich die Gedächtnisleistung, das Denkvermögen, die Sprache und auch praktische Alltagsfähigkeiten. Demenzkranke haben eine verkürzte Lebenserwartung und zudem ein erhöhtes Risiko für weitere Krankheiten.

Unser Psychiatrisches Team

Frau Dr. med. Froböse betreut in unserer Psychiatrischen Praxis Patienten neben Deutsch auch auf Englisch, und Dr. med. Monika Schulte-Altedorneburg auch auf Ungarisch.